Die Entsenderichtlinie

Dezember 2020

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort: Das ist das Ziel der EU-Entsenderichtlinie. Da sich im Laufe der vergangenen Jahre die wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Lage in der EU stark geändert hat, wurde der Ruf nach Überarbeitung der derzeitigen Bestimmungen immer größer. Dies führt dazu, dass die Entsandten nun nicht mehr nur Anspruch auf den Mindestlohn, sondern auch auf den Tariflohn aus allgemeinverbindlichen Tarifverträgen haben. Auch zeitlich sind Entsendungen jetzt geregelt: Die zulässige Dauer beträgt zwölf Monate. In Ausnahmefällen kann die Entsendedauer um weitere sechs Monate verlängert werden. Wird die Maximaldauer überschritten, kommen die jeweiligen nationalen arbeitsrechtlichen Vorschriften zur Anwendung. Die reformierte Entsenderichtlinie fordert von den Staaten auch mehr Transparenz: Sie werden verpflichtet, mehr Informationen über die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen bei Entsendungen bereitzustellen. Was sich noch geändert hat, können Sie dem Fact Sheet der GTAI „Mitarbeiterentsendung in der EU“ entnehmen.

Foto: Der Autobauer VW hat eine eigene Entsendeabteilung, die sich um die Entsendung weltweit kümmert. © Volkswagen AG

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