Förderung: Geber wollen Unternehmen ins Boot holen

G20, Weltbank, EU und Bundesregierung unterstützen private Investitionen in Afrika.

Oktober 2017

In Afrika investieren? Viele Unbekannte und hohe Risiken lassen Unternehmen vor diesem Schritt zurückschrecken. Inzwischen ergänzen viele Geber ihre klassische Entwicklungshilfe um Instrumente zur Investitionsförderung. Ein Überblick.

Im Rahmen der G20-Präsidentschaft startete Deutschland die Initiative Compact with Africa. Ziel: Investitionspartnerschaften zwischen afrikanischen Ländern, Gebern und Investoren sollen die Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessern. Das ist auch die Absicht der Initiative Pro! Afrika des Bundeswirtschaftsministeriums und des Marshallplans mit Afrika, den das Entwicklungsministerium verantwortet. Unternehmer sollen leichter in afrikanischen Ländern investieren können.

Auch die Europäische Union (EU) hat verschiedene Initiativen zur Förderung Afrikas initiiert und will Unternehmen stärker mit ins Boot holen. Kernstück ist der Europäische Fonds für nachhaltige Entwicklung, Teil der Investitionsoffensive für Drittländer, der flexible finanzielle Förderung ermöglicht. Bis zum Jahr 2020 sollen öffentliche Zuschüsse und Garantien von bis zu 3,35 Milliarden Euro so insgesamt Investitionen von rund 44 Milliarden Euro mobilisieren.

Die Weltbank möchte das Privatsektorgeschäft und die klassische Entwicklungszusammenarbeit künftig stärker verknüpfen. In einem Fonds für die ärmsten Länder gibt es deshalb über die Internationale Entwicklungsorganisation eine neue Sparte zur Förderung und Absicherung privater Investitionen, die mit 2,5 Milliarden US-Dollar bestückt ist.

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