»Die notwendigen Reformen und die Staatssanierung werden greifen. Aber nicht so schnell.«

August 2019
Fausi Najjar/Johannesburg
Twitter: @GTAI_Afrika

Wie entwickelt sich das südafrikanische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr?

Im ersten Quartal ist das BIP um schockierende 3,2 Prozent geschrumpft. Der Hauptgrund: Stromausfälle. Im zweiten Quartal gab es keine landesweiten Ausfälle, auch die Bestätigung Cyril Ramaphosas als Präsident in den Wahlen im Mai hat geholfen. Ich rechne mit einem Wachstum von knapp einem Prozent.

Wo liegen die größten Hürden?

Eine Herausforderung ist das Programm Broader Black Economic Em­powerment, das durch ein Punktesystem die Beteiligung der während der Apartheid benachteiligten Gruppen bewertet. Strategische Partnerschaften können hier helfen.

Eignet sich das Land als Produktionsstandort für deutsche Firmen?

Ja. Made in Germany in Kombination mit Bauteilen aus Südafrika ist gefragt. Es gibt hier gute Metall verarbeitende Unternehmen, die in Afrika vernetzt sind, Teile herstellen und den Vertrieb sowie die Wartung übernehmen.