»Tschechien ist sehr abhängig vom Export, von Deutschland und der Autoindustrie.«

Oktober 2019
Miriam Neubert/Prag
Twitter: @GTAI_de

Wie entwickelt sich das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr?

Die Wirtschaft wächst im sechsten Jahr in Folge, verliert aber an Schwung. Erwartet wird ein reales Plus um 2,5 Prozent. Motor bleibt die Binnennachfrage. Es herrscht Vollbeschäftigung, die Löhne steigen weiter. Das hält die Verbraucher bei Laune und lässt die Firmen in Automatisierung investieren.

Welche Pläne hat die Regierung mit ihrer Wirtschaftspolitik?

Es geht um Zukunftsfähigkeit. Ganz frisch sind die Strategien für Industrie 4.0 und künstliche Intelligenz. Der Staat fördert entsprechende Forschungsprojekte und setzt Investitionsanreize für wertschöpfungsstarke Produktion und Technologiezentren.

Wer ist der wichtigste Handelspartner Tschechiens?

Deutschland, und das mit Abstand. Der bilaterale Warenaustausch hat laut Eurostat 2018 erstmals 100 Milliarden Euro überschritten. Ein Drittel des Exports steuert Deutschland bei. Entsprechende Sorgen macht die aktuelle deutsche Konjunkturschwäche.