Start-up-Kooperationen in Südafrika

Februar 2022
Autor: Marcus Knupp

Kapstadt punktet mit Risikokapital

Rund 1.000 Techfirmen tummeln sich am Kap der Guten Hoffnung. Kapstadt ist mit Abstand der wichtigste Standort für Start-ups in Südafrika. Sie gedeihen vor Ort in 36 Gründerzentren, Inkubatoren und Akzeleratoren sowie in mehr als 25 Co-Working-Spaces. Zusammen beschäftigen die innovativen Jungunternehmen mittlerweile mehr als 50.000 Menschen. Dabei profitieren sie von der gut ausgebauten digitalen Infrastruktur und einer vielfältigen Förderlandschaft aus öffentlichen und privaten Akteuren. Im Jahr 2020 entfiel die Hälfte der Risikokapitalinvestitionen in Südafrika allein auf Kapstadt. Besonders zahlreich sind Start-ups aus dem Finanz- und Bildungssektor. Mit einer Bewertung von 1,2 Milliarden US-Dollar gilt Kapstadt vor Lagos, Johannesburg, Nairobi und Accra als wichtigster Gründer-Cluster in Subsahara-Afrika.

50.000

Menschen arbeiten in innovativen Jungunternehmen in Kapstadt.

259

Milliarden US-$ betrug das Wagniskapital für südafrikanische Start-ups im Jahr 2020.

+ 27 %

ist das Wagniskapital 2020 im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

SAP entwickelt Kapstädter Software

Der deutsche Gesundheitsdienstleister Fresenius betreibt in Südafrika, Namibia, Botsuana und Eswatini 67 Kliniken. In den privaten Einrichtungen praktizieren meist selbstständige Mediziner, abgerechnet wird über rund 80 Krankenversicherungen. Patientenakten werden da schnell sehr komplex. Dafür hat das Start-up Converge Solutions aus Kapstadt eine integrierte, cloudbasierte Lösung entwickelt, die Patientendaten, Einsatzpläne, Materialverwaltung und Abrechnungen digitalisiert. Sie basiert auf einer speziellen Softwarearchitektur, die in Zusammenarbeit mit dem deutschen Softwarekonzern SAP entstanden ist.

Johann Joubert führt das Technologie-Start-up Converge Solutions. Gemeinsam mit SAP haben die Kapstädter eine cloudbasierte Software entwickelt, die die Verwaltung in der Gesundheitsbranche erleichtern soll. Fresenius setzt sie schon in ihren 67 Privatkliniken im Süden des afrikanischen Kontinents ein.

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